Sonderausstellung

6. Mai bis 6. November 2022

Museum of Modern Rat. Komische Kunst von Uschi Heusel

New York hat das Museum of Modern Art, Frankfurt am Main bekommt nun ein Museum of Modern Rat. Für ein halbes Jahr ziehen im Struwwelpeter Museum in der neuen Altstadt tierisch lustige Kunstwerke als Mitbewohner ein.

Seit den 90er-Jahren zeichnet die Cartoonistin Uschi Heusel Comics rund um die Ratte Ludwig, die man mit ihrer Familie schnell ins Herz schließt. Die sehr menschliche Wanderratte machte sich von Dietzenbach aus auf in die weite Welt der komischen Kunst. Bis heute unterhält die Ratte in zahllosen Cartoons das Publikum nicht nur im Landkreis Offenbach. Ludwig ist Hauptdarsteller einer Comicserie und regelt sogar in Bronze gegossen graziös einen Dietzenbacher Kreisverkehr. Zu den Comics gesellten sich bald schon Gemälde mit rättischen Protagonistinnen und Protagonisten. Vergnügt persifliert Uschi Heusel hier berühmte Werke der Kunstgeschichte mit altmeisterlichen Pinselstrichen und prunkvollen Rahmen, kommentiert von witzigen Texten. So entstand das Museum of Modern Rat, das die Künstlerin kontinuierlich erweitert und sogar schon in China zu Gast war.

Für die Ausstellung im Struwwelpeter Museum schuf Uschi Heusel neue Gemälde: So ist Goethes Tante Melber, die einstmals das heutige Museumshaus bewohnte, als elegante Rokoko-Ratte zu sehen. Mit dem Comicband „Der Strubbelludwig“ parodiert Uschi Heusel nicht nur Heinrich Hoffmanns „Der Struwwelpeter“, sondern erzählt durch die Rahmenhandlung mit Ludwig und seinen beiden Kindern Karlheinz und Emma eine amüsante Gute-Nacht-Geschichte. Witzige Anlehnungen an Hoffmanns Illustrationen erinnern die Lesenden immer wieder an das Original. Doch die Nagetier-Fassung interpretiert die Struwwelpeter-Geschichten völlig neu und überträgt sie in die heutige Zeit.

 

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