Sonderausstellungen

bis 31.08.2018: Struwwelpeter wird Soldat. Der erste Weltkrieg in Kinderbüchern und Karikaturen

Die Kabinettausstellung zeigt, wie Kinderliteratur im ersten Weltkrieg zur patriotischen Erziehung instrumentalisiert wurde. Die Struwwelpeter-Geschichten dienten in deutschen und britischen Medien als Vorlage für Propaganda-Karikaturen. Zur Ausstellung ist ein Begleitheft für € 12,00 erhältlich.

 

3.7. – 30.09.2018: Der Struwwelpeter. Die Entstehung eines Welterfolgs

Von Anti-Rassismus bis Zündholz – die Ausstellung zeigt den kulturgeschichtlichen Hintergrund der Geschichten, die Heinrich Hoffmann ursprünglich für seinen Sohn erfunden hatte. Ob Paulinchen, böser Friederich oder Suppenkaspar – die Figuren aus dem „Struwwelpeter“ haben ihren festen Platz im kollektiven Gedächtnis. Ursprünglich war das Buch 1844 als Weihnachtsgeschenk für Heinrich Hoffmanns dreijährigen Sohn Carl entstanden. Dem Papa hatte das Angebot an Kinderbüchern im Buchhandel missfallen. Die Ausstellung beleuchtet den kulturhistorischen Hintergrund der weltberühmten Episoden. Die Spuren hinter den Geschichten führen zu kuriosen Haarwuchsmitteln, gefährlichen Zündhölzern, frechen Hasen, erbitterten Hungerstreikenden, medizinischen Debatten und frühen Flugpionieren. Der Rundgang durch die Szenerie der Struwwelpeter-Geschichten zeigt, wie Hoffmann aus vielen Anregungen mit Witz und Moral das Bilderbuch mit beispielloser Erfolgsgeschichte schuf.

06.10.2018 – 06.01.2019, Vernissage: Freitag, 05.10.2018: Tsikara – Museum im Museum. Georgische Illustratoren zu Gast

Es war einmal ein Junge, der nur einen einzigen Freund hatte: den Stier Tsikara. Gemeinsam müssen sie vor der bösen Stiefmutter des Jungen flüchten …

So beginnt das in Georgien sehr bekannte Märchen „Tsikara“, das von einer jungen Künstlergruppe aus Tbilisi für die Ausstellung im Struwwelpeter-Museum mit ausdrucksstarken Kunstwerken inszeniert wurde. Khatia Chitorelidze, Gio Jincharadze, Tatia Nadareishvili und Eka Tabliashvili erzählen mit Illustrationen, dreidimensionalen Objekten und anderen künstlerischen Medien die dramatische Geschichte der beiden Freunde. Die Schau nimmt kleine wie große Besucher mit in die poetische Fantasiewelt des georgischen Märchens, in der sich ein Kamm in einen mächtigen Wald und ein Spiegel in ein tosendes Meer verwandeln. Für Kinder gibt es viele Mitmachaktionen.

Georgien ist Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018. Das Projekt soll georgische Künstler, Kinderbuchillustratoren und Designer dem deutschen Publikum bekannt machen.

 

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