Sonderausstellungen

Verlängert bis 26. September 2010
Das Weihnachtsgeschenk. Struwwelpeters Entstehung

Ob Paulinchen, böser Friederich oder Suppenkaspar - die Figuren aus Heinrich Hoffmanns "Struwwelpeter" haben ihren festen Platz im kollektiven Gedächtnis. Ursprünglich war das Buch 1844 als Weihnachtsgeschenk für Heinrich Hoffmanns dreijährigen Sohn Carl entstanden. Dem Papa hatte das Angebot an Kinderbüchern im Buchhandel missfallen. Die Ausstellung beleuchtet den kulturhistorischen Hintergrund der weltberühmten Episoden. Die Spuren hinter den Geschichten führen zu kuriosen Haarwuchsmitteln, gefährlichen Zündhölzern, frechen Hasen, erbitterten Hungerstreikenden, medizinischen Debatten und frühen Flugpionieren. Der Rundgang durch die Szenerie der Struwwelpeter-Geschichten zeigt, wie Hoffmann aus vielen Anregungen mit Witz und Moral das Bilderbuch mit beispielloser Erfolgsgeschichte schuf.

Kinderbücher und Spielzeugexponate machen die Kinderwelt der Biedermeierzeit lebendig.


14. Juli bis 31. Dezember 2010
Kunterbunte Kinderklassiker
14. Juli, 17.00 Uhr

Struwwelpeter ist Gründungsmitglied im Club der internationalen Klassiker der Kinderliteratur. Die Ausstellung lädt ein zum Wiedersehen mit anderen Lieblingsbüchern aus zwei Jahrhunderten. Sie präsentiert Berühmtheiten wie den bösen Wolf, Max & Moritz, Alice, Emil, Pippi und viele andere Buchhelden, die jedes Kind kennt.

Die Schau zeigt die Werke, stellt die Autoren vor und gibt Antworten auf die Frage: Wie wird ein Kinderbuch zum Klassiker?

Die Kabinettausstellung unter dem Dach des Museums ist auf ungewöhnliche Weise entstanden: Studierende des Instituts für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt haben sich im Rahmen eines von Museumsleiterin Beate von Bebenburg betreuten Seminars mit den Kinderbuch-Klassikern beschäftigt. Auf diese Weise ist eine Präsentation entstanden, die Kinder von 3 bis 100 Jahren an ihre Leseerlebnisse erinnert - oder Vorfreude weckt.

Zur Entdeckungsreise durch die wunderbare Welt der Kinderbücher können Begleitprogramme für die Kleinen gebucht werden, die ebenfalls von den Studierenden entwickelt wurden.